Artikel von Admin • 19.06.2017, 23:15:54 Uhr
Improdialoge, Fremdscham und Kritikerliebling

Die deutsche Fernsehlandschaft braucht etwas Neues, da sind sich alle einig.
Mit Jerks startet heute eine neue Serie von und mit Christian Ulmen zusammen mit Fahri Yardim auf Prosieben, für die man sich wünscht, dass sie beim breiten Publikum mindestens genauso gut ankommt, wie sie es bereits bei den Kritikern und Maxdome Abonnenten tat.

 

Ich bin ein großer Freund von Improvisation. Aber gut gemacht muss es schon sein.
Das klingt jetzt nach schlimmer Stammtisch Parole, direkt nach „ich schau ja kein Fernsehen mehr“.
Aber es ist einfach ganz großartig, wenn im freien Zusammenspiel besondere Momente, seien sie gefühlvoller, witziger oder bedeutsamer Art entstehen und man eben nicht das Papier im Kopf knistern hört.

Natürlich ist Improvisation auch harte Arbeit.
Es verlangt nach tollen Schauspielern, die es schaffen fernab von Drehbuchdialogen miteinander zu agieren.
Doch auch für den Rest des Teams ist es nicht einfach Szenen zu drehen, die mal über eine viertel Stunden lang sein können und von denen niemand weiß, was genau darin passieren wird.
Eben auch nicht der Kameramann, welcher dann immer wieder spontan auf die Handlungen der Schauspieler reagieren muss.
So erzählt Christian Ulmen im Interview über Jerks, haben sie auch am Set die Einstellungen stets so einfach wie möglich gehalten.
Licht eingerichtet, zwei Kameras, Schuss und Gegenschuss, auf große Proben verzichtet und dann auch mal laufen gelassen.

Die groben Handlungsstränge wurden von der dänischen Serie "Klovn" inspiriert, der Rest entspringt der Kreativität und dem Talent der Schauspieler.
 

Das ist natürlich riskant und kann funktionieren oder überhaupt nicht. Im Falle von Jerks ist es absolut sehenswert – schreibt Hans Hoff.


 


 

"Das rigoroseste deutsche Ego-Comedy-Experimente seit Langem"

Und auch andere Kritiker sind aus dem Häuschen.
„Sensationell politisch inkorrekt und wunderbar peinlich" schreibt die Süddeutsche Zeitung.

"Jerks hat alles, was in Deutschland sonst so zähneknirschend vermisst wird zwischen Tatort und Traumschiff", schreibt die Zeit.

Fahri Yardim und Christian Ulmen, welcher auch Regie geführt hat, werfen sich die Bälle zu, dass es nur so knallt und dem Zuschauer große Freude bereitet.
Sowas sieht man nicht im deutschen Fernsehen. Dafür allerdings im echten Leben.

 

Nichts wirkt künstlich aufgesetzt in Jerks. Von den erfrischend unkonventionellen, da improvisierten Dialogen, bis hin zum Ensemble.
In Jerks spielen die Charaktere nämlich niemand anderen, als sich selbst.
Und so ist es großartig, Jana Pallaske als Masturbationstrainerin zu sehen, da, wenn auch skurril, es auch nicht undenkbar erscheint.

Das Beste, was die deutsche Comedy-Landschaft seit Stromberg und Pastewka gesehen - hat schreiben die Medien.
Was meint ihr?

 

Jerks
Die ersten beiden Folgen Dienstag, 21.02. um 23:15 auf ProSieben

 

 

 

Titelfoto: © maxdome/ ProSieben/ André Kowalski
Text: Vanessa Linnemann

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